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Orsoy
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Orsoy [], von circa 1273 bis 1974 eine eigenständige Stadt zuletzt innerhalb des Kreises Moers, ist heute ein Stadtteil (amtlich Wohnplatz) und einer von vier Stadtbezirken der nordrhein-westfälischen Stadt Rheinberg am linken Niederrhein im Kreis Wesel.
Ăbersetzt bedeutet das Wort Orsoy (gesprochen: im Standarddeutschen: Orsau, im Niederrheinischen bzw. präziser im Orsoyer Platt kurz und hart: O(r)schau, frĂźher auch Ă(r)schau)cite-ref-1[1] in etwa âPferdewieseâ (Rossaue). Orsoy ist wegen der Rheinpromenade, seiner Festungsmauern und seiner historischen Innenstadt ein beliebter Ausflugsort, von dem mit der Rheinfähre OrsoyâWalsum zum rechtsrheinisch gelegenen Duisburger Stadtteil Walsum Ăźbergesetzt werden kann. Zum Stadtbezirk Orsoy gehĂśren der Ortsteil Orsoyerberg, sowie die Weiler DrieĂen, Plank, Hasenfeld und Milchplatz.cite-ref-neugliederung-2-0[2]cite-ref-3[3]cite-ref-4[4] Die ehemalige Gemeinde Orsoy-Land wurde bis 1971 durch die Stadt Orsoy in Personalunion verwaltet.
Contents
⢠Geografie
⢠Klima
⢠Festung Orsoy
⢠Geschichte
⢠Eingemeindungen
⢠Politik
⢠Bßrgermeister
⢠Stadtdirektor
⢠Ortsvorsteher
⢠Bauwerke
⢠Sport
⢠Kultur
⢠Hochwasserschutz
⢠Denkmalschutz
⢠Ehrenbßrger
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Geografische Lage
Orsoy liegt linksrheinisch am Niederrhein. Aufgrund starker Bergsenken liegen einige Teile des Orts unter oder knapp Ăźber dem Wasserspiegel des Rheins.
Klima
Orsoy weist ein ganzjährig gemäĂigtes Klima auf. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt etwa 11 °C und schwankt dabei zwischen 3 °C im Monat Februar sowie 20,1 °C im Monat Juli. Die mittlere Tiefsttemperatur liegt knapp oberhalb der Frostgrenze. Frostgefahr besteht zwischen September und April.
Gleichzeitig liegen die monatlichen Maximal- und Minimalwerte weit auseinander. Neben milden Wintern mit TageshĂśchstwerten um 14 °C treten kalte Winter mit Tiefstwerten von bis zu â17 °C auf. Es treten ebenso heiĂe, trockene wie kĂźhle, feuchte Sommer auf.
Die jährliche Niederschlagssumme liegt bei etwa 640 mm. Die niederschlagreichsten Monate sind Juli und August. Monatlich fällt an 9 bis 14 Tagen Niederschlag. Bedingt durch das insgesamt eher milde Klima ist Schneefall eher selten.
Festung Orsoy
| Zeitraum | Beschreibung |
|---|---|
| 1139â1273 | Befestigte Stadt (Ort mit bäuerlichen Anwesen) |
| 1273â1438 | Feste Stadt (Eine Stadt wird nach der Errichtung der Mauer und der Stadttore so genannt) |
| 1565â1581 | Festung (neuitalienisch) |
| 1632â1640 | Festung (altniederländisch) |
Der Ort wird in groĂen Teilbereichen von einer mittelalterlichen Stadtmauer mit 4 Stadttoren umgeben (1. Befestigungsring). Das letzte der noch vorhandenen historischen Stadttore, das Kuhtor, wurde im Rahmen der Kriegshandlungen 1945 zerstĂśrt. Die Tore selbst waren Doppeltoranlagen mit Vortor, Zwinger und dem Haupttor. Am Kuhtor wurde schon frĂźh eine vorgelagerte Barbakane (vgl. Abbildung: Festung Orsoy um 1650) errichtet. Das heute noch genutzte Hochwasserschutztor (Wassertor oder Rheintor) wurde erst 1937 errichtet. AuĂerdem gab es diverse MauertĂźrme sowie vier EcktĂźrme. Der heute noch vorhandene 18 Meter hohe Pulverturm (ehem. MĂźhlenturm â urspr. der Einzige in die Mauer integrierte Eckturm der Stadtmauer) veranschaulicht die AusmaĂe der Stadtbefestigung. Vom blauen Turm sind nur noch das Fundament und Reste der Grundmauern erhalten geblieben.
Der 2. Befestigungsring â 5 Bollwerke (Bastionen), Hauptwall, Hauptgraben â ist komplett erhalten. Die fĂźnf Bollwerke bestehen aus Erde mit einem gemauerten Fundament auf GrabenhĂśhe. Dieser gemauerte Sockel der Bollwerke ist von Erde und Bewuchs bedeckt, an zwei Stellen in Orsoy ist dieser Sockel jedoch freigelegt. Die fĂźnf Bastionen und die begehbaren Kurtinen zwischen ihnen sind (im Rahmen des Wallpromenadenrings) durch Wege erschlossen. Sie heben sich immer noch deutlich von der Landschaft ab und stehen unter Denkmalschutz.
Die Festung Orsoy ist nach zwei unterschiedlichen Festungsbaumanieren errichtet worden: neuitalienisch (2. Ring) und altniederländisch (3. Ring).
Der neuitalienische Teil geht auf Johann d. Ă. Pasqualini (Sohn von Alessandro Pasqualini) zurĂźck. Zu diesem Teil gehĂśren auch die fĂźnf Bollwerke. Die Verbindungen der einzelnen Bollwerke (Bastionen) untereinander nennt man Kurtine oder deutsch: den Hauptwall (z. B. SĂźdwall). Davor liegt die Wasserfläche des ehem. Hauptgrabens. Der Hauptgraben ist heute bis auf den Bereich vor der Bastion Kuhpforte (Kuhteich â vgl. Abbildung: Historische Festungsanlagen: Befestigungsring 1 + 2) komplett trocken.
Der altniederländische Teil stellt den 3. Befestigungsring dar. Zu diesem altniederländischen Teil gehĂśren die vier Ravelins zwischen den Bollwerken. Zur Errichtung der Ravelins wurde der Hauptgraben ausgebaut und verbreitert. Auch die âZollinselâ (im Rhein) vor dem Rheintor war Ravelin âähnlichâ ausgebaut, gilt aber nicht als 5. Ravelin. Das 1. Ravelin zwischen Kastells- und Henkesbollwerk ist kaum noch im Gelände erkennbar. Das 2. Ravelin befindet sich auf der Fläche des Krankenhauses, das 3. im Nahbereich des Kuhteiches. Das 4. Ravelin (SĂźd-Ravelin) vor dem ehemaligen Binsheimer Tor ist genau nach SĂźden ausgerichtet und lässt sich im offenen Gelände noch sehr gut erkennen. Letztes Verteidigungselement des 3. Ringes war der Niederwall (vor dem Hauptgraben) mit dem gedeckten Weg und dem davor liegenden Glacis.
Die Festung Orsoy selbst wird gemäà der gĂźltigen Festungsterminologie als âIrreguläre Pentagonale Bastionärsfestungâ bezeichnet. Der Begriff âirregulärâ bezieht sich auf die Anpassung der Festung an die Ăśrtliche Topographie, insbesondere an den Rhein als irregulären Teil der Festungsanlage statt des regulären kĂźnstlichen Festungsgrabens.
Geschichte
Urgeschichte und frĂźhes Mittelalter
Erste Siedlungsspuren weisen, wie fßr den gesamten Niederrhein, auf ab 750 v. Chr. vordringende Germanen hin, die zunehmend die ansässigen Kelten verdrängt oder assimiliert haben dßrften.
Zur Zeit der caesarischen Gallieneroberung dĂźrften Menapier in der Gegend des heutigen Orsoy gesiedelt haben. Später wurden dann von Tiberius Cugerner, die zuvor als Sugambrer gegenĂźber KĂśln zu finden waren, zwischen Krefeld und Kleve zwangsangesiedelt. Mit dem 4. Jahrhundert dĂźrfte sich an der Stelle des späteren Orsoy dann (neben der vorbeifĂźhrenden RĂśmerstraĂe) noch zumindest eine Fährstelle und wahrscheinlich eine villa rustica gefunden haben. Dieses GehĂśft kĂśnnte auch die Keimzelle einer dann schon begonnenen Besiedelung gewesen sein.
Mit den 401/402 abrßckenden RÜmern, die nun Italien gegen die Westgoten verteidigten, gelangten zunehmend die salischen Franken zu Macht (KÜln wurde 454 erobert). Zu den Cugernern, die nun zu den Franken zählten, kamen die aus dem Ruhr-Lippe-Gebiet rheinabwärts ziehenden Hattuarier, die sich zunehmend mit jenen vermischt haben dßrften.
Etwas auĂerhalb von Orsoy beim Orsoyer Weiler Hasenfeld wurden 1938 nahe am Rhein neun Gräber aus dem frĂźhen Mittelalter ergraben (ca. 500â630 n. Chr.). Darunter einige auĂerordentlich reiche Bestattungen (âFĂźrstengräberâ) aus der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts, mit Beziehungen nach Skandinavien im Fundgut.cite-ref-5[5]
Der Hof Ruberg, auf den der Ruberger Weg bis heute hinweist, ist als erste mÜgliche fränkische Siedlung jedoch weiterhin streitig.cite-ref-6[6] Um 700 dßrfte der Niederrhein dann christianisiert worden sein.
Hoch-/Spätmittelalter (1139â1579)
Erst ab dem 12. Jahrhundert lässt sich Orsoy dann als Gemeinde oder Stadt ausmachen und belegen. Die frĂźheste Erwähnung findet sich in einer Urkunde der Abtei Hamborn, die 1139 ihren Besitz in âHersougenâ benannte.cite-ref-7[7] Schon hier scheint jedoch von einer entwickelten Gemeinde ausgegangen zu werden.
1225 beurkundete auch das 1123 gegrĂźndete Kloster Kamp seine BesitztĂźmer in âOrsoieâ. Daneben hielten im Laufe der Zeit auch das Kloster Werden und das Kloster Siegburg (Benediktiner), dann das Kloster Bedburg bei Kleve und das Kloster FĂźrstenberg bei Xanten (Nonnen) sowie die Damenstifte Sankt Maria im Kapitol bei KĂśln und Gerresheim bei DĂźsseldorf und das Ordenshaus der Johanniter in Duisburg und deren Kommende in Walsum BesitztĂźmer in und um Orsoy.
1233 erwähnte dann eine Urkunde des Grafen Dietrich IV. von Kleve vom 19. Mai Orsoy als gräflichen Fronhof (curtis Orsoie), dessen EinkĂźnfte dieser seiner Schwiegertochter Elisabeth, der Tochter des Herzogs von Brabant, in der fĂźr diese Zeit Ăźblichen Weise zur freien Verwendung Ăźberschrieb. Von 1238 bis 1240 ist Orsoy dann als (Rhein)Zoll-Station fĂźr Kleve belegt. Ăber den Beginn dieser Privilegierung fehlt jedoch jede Nachricht. Von Dietrich V. von Kleve, der 1260 bis 1275 herrschte, dĂźrfte Orsoy dann zur Stadt erhoben worden sein (vgl. Kastner, 42, der 1263 fĂźr mĂśglich, aber frĂźhestens 1270 fĂźr wahrscheinlich hält), um eine sĂźdliche Befestigung gegen den KĂślner Erzbischof, der in Rheinberg präsent war, aufzubauen. Dietrich VII. begrĂźndete auch die Städte Dinslaken, BĂźderich und Huissen bei Arnheim.
Die Stadt Orsoy dĂźrfte jedoch im 14. Jahrhundert kaum hinreichend von den Zollrechten (sofern es sie noch innehatte) profitiert haben, da sich die Stadt in zunehmender, von einem Brand 1347 und/oder 1351 beschleunigter Verarmung befand. Dennoch bestätigte am 1. September 1347 Kaiser Ludwig IV., genannt âder Bayerâ, noch einmal die Stadternennung mit den zugehĂśrenden âFreiheitenâ und die Zollstätte fĂźr den Rheinzoll.cite-ref-8[8]
Dass diese zweite Stadtwerdung nÜtig war, mag die rechtliche Unsicherheit erklären, in der die durchaus nicht zur Blßte gereifte Stadt sich fand. Auch nach dem Brand 1351 privilegierte Graf Johann von Kleve die Stadt erneut.
Dass Orsoy jedoch nie das Marktprivileg verliehen worden zu sein scheint, mag diese zurßckhaltende Entwicklung der Stadt erklären, wenngleich dieser Mangel unter der ansonsten reichlichen Privilegierung ein Kuriosum bleibt, fßr das eine schlßssige Erklärung bis heute fehlt.
Die Verwaltung der Gemeinde (universitas) erfolgte anfänglich noch durch sieben SchĂśffen (scepen, scabini), die aus den Vornehmen heraus sich selbst kooptativ ergänzten, und einem Richter (judex), den der Klever Graf ernannte. Der Ăbergang zur Ratsverwaltung dĂźrfte Ende des 13. Jahrhunderts vollzogen worden sein (Wesel 1271, Duisburg 1274), ist aber erst fĂźr 1351 bezeugt. FĂźr 1364 findet sich dann erstmals ein Amtmann belegt. Nachdem der judex zunehmend auf die Rechtsprechung beschränkt worden war, trat dann Ende des 14. Jahrhunderts ein BĂźrgermeister an die Spitze der Stadt. Ende des 15. Jahrhunderts ist dann der Ăbergang von der Oligarchie zu einer Honoratioren-Demokratie vollzogen:
Zu den sieben SchĂśffen und dem BĂźrgermeister traten die Geschworenen (Gemeinleute, Ratsfreunde), die aus vier Vierteln, in die die Stadt hierzu unterteilt worden war, gewählt wurden. Im Gegensatz zu dem Ăźblichen Verfahren in grĂśĂeren Städten, das auf ein Viertel drei oder vier Geschworene kommen lieĂ und zu deren Wahl wiederum zehn Wahlmänner pro Viertel aus dem Volk wählen lieĂ, sind fĂźr Orsoy jedoch nur vier âRatsfreundeâ gewählt worden.
Ab 1419 lag der klevische Rheinzoll wieder in Orsoy. Bis 1438 hatte Herzog Adolf von Kleve eine zweite Burg, das so genannte âgroĂe Schlossâ in Orsoy errichtet. FĂźr 1452 findet erstmals ein Lehrer (Schulmeister) in der Stadt Erwähnung. 1461 war der groĂe Rheindeich (âEgerdeichâ) fertig gestellt.
Neuzeit (etwa ab 1580)
Die neuzeitliche Festung Orsoy entstand in den Jahren 1565â1581. Festungsbaumeister war der Italiener Johann Pasqualini der Ăltere (verantwortlich fĂźr den Bau des 2. Befestigungsrings). Die Befestigung entstand im Rahmen eines ehrgeizigen Bauprogramms des Landesherren Herzog Wilhelms des Reichen als Hauptwaffenplatz im Herzogtum Kleve, während DĂźsseldorf und JĂźlich als Hauptwaffenplätze fĂźr die HerzogtĂźmer JĂźlich und Berg ähnlich verstärkt wurden.
1586 eroberten spanische Truppen Orsoy und zerstĂśrten die Stadt bis auf die Grundfesten.
Ab 1609 â brandenburgische Verwaltung.
1632â1640 (während des DreiĂigjährigen Kriegs) Niederländische Besatzung. Die Festung wurde im altniederländischen Stil ausgebaut und um den 3. Befestigungsring erweitert.
1666 kam Orsoy erneut unter Verwaltung von Brandenburg-PreuĂen.
Ab 1672 stand Orsoy fĂźr einige Jahre unter franzĂśsischer Herrschaft. Nachdem Truppen Ludwigs XIV. Orsoy erobert hatten, zerstĂśrten sie groĂe Teile der Festungsanlagen. Sie sprengten die vom Herzog von Kleve am Nordwall errichtete groĂe Burg mit drei TĂźrmen (Grundfläche 100 m Ă 70 m); erhalten blieben nur Teile der äuĂeren Umfassungsmauern.
1685 wurde der erste Rheinhafen in Orsoy angelegt.
Um 1750 endete die militärische Nutzung der noch erhaltenen Festungsteile. (vgl. KlÜffler 2005: Festungs-Inventar)
Im 18. Jahrhundert gab es in Orsoy eine bedeutende Tuchindustrie. Um 1700 wurde am Ort die erste Tuchmanufaktur gegrĂźndet, der weitere folgten. Ab etwa 1750 hatte Orsoy eine fĂźhrende Stellung im klevischen Tuchgewerbe, bis ein GroĂfeuer 1818 fast die gesamte Ăśrtliche Tuchindustrie vernichtete, was groĂe wirtschaftliche Not verursachte.
Wirtschaftliche RĂźckschläge erfuhr Orsoy auĂerdem infolge des Siebenjährigen Krieges (1756â1763). Während der Franzosenzeit (1794 bis 1814) war das linke Rheinufer von franzĂśsischen Truppen besetzt und zeitweise von Frankreich annektiert. Während dieser Zeit bildete Orsoy eine Mairie nach franzĂśsischem Vorbild und gehĂśrte zum Kanton Rheinberg im Arrondissement Krefeld des Rur-Departements.cite-ref-9[9]
1805 wurde der Rheinzoll nach Homberg verlegt. Beim Wiener Kongress 1815 kam die Region zu PreuĂen und aus der Mairie Orsoy der Franzosenzeit wurde die preuĂische BĂźrgermeisterei Orsoy.cite-ref-10[10] 1816 bis 1823 gehĂśrte Orsoy zum Kreis Rheinberg, 1823 bis 1856 zum Kreis Geldern und 1856 bis 1974 zum Kreis Moers.
Die Stadt Orsoy erhielt 1859 die Rheinische Städteordnung.cite-ref-11[11] Seitdem wurde zwischen der Stadtbßrgermeisterei Orsoy und der Bßrgermeisterei Orsoy-Land unterschieden, die die Gemeinde Orsoy-Land umfasste und weiterhin von Orsoy aus verwaltet wurde.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]
Aus Havanna, Java oder Sumatra kam Tabak per Schiff nach Holland und von dort Ăźber den Rhein nach Orsoy. 1851 begann mit der Zigarrenproduktion eine Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs. Bis zum Zweiten Weltkrieg lebte davon ein GroĂteil der Orsoyer BĂźrger. Zahlreiche BĂźrgerhäuser erinnern heute noch an die BlĂźtezeit der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Aus fĂźr die Orsoyer Tabakindustrie. Ursachen waren fehlende Vorräte, im Krieg zerstĂśrte Produktionsstätten und Lagerräume sowie zunehmender Konkurrenzdruck aus anderen Regionen.
1935/36 wurde das Hafenbecken neben der heutigen Grundschule im Zuge der ErhÜhung des Rheindeiches zugeschßttet. 700 Meter flussabwärts wurde ein neuer Hafen als Stromhafen gebaut.
Ab 1938 wurden Orsoyer Juden aus ihrer Heimatstadt vertrieben und später deportiert. Die bis zur MachtĂźbernahme des NS-Regimes sehr respektierte Familie Friedemann (sie war fĂźr ihr groĂes soziales Engagement bekannt) wurde von ihren MitbĂźrgern gemieden und denunziert; Orsoyer Sozialdemokraten und Kommunisten wurden im SA-Heim in der RheinstraĂe verprĂźgelt. Simon und Emma Friedemann sowie zwei ihrer Kinder wurden im KZ Auschwitz ermordet, ihre drei Ăźbrigen Kinder in Lodz.cite-ref-14[14]
Am 5. März 1945 besetzten Truppen der US Army Orsoy.cite-ref-15[15] Die deutsche Wehrmacht beschoss während ihrer Kämpfe mit den US-Truppen den Kirchturm der katholischen Kirche vom rechten Rheinufer aus; durch seine ZerstĂśrung sollte eine Nutzung als Beobachtungsturm verhindert werden. Da die Panzer der US Army nicht in der Lage waren das schmale âKuhtorâ zu passieren, zerstĂśrten sie dieses am 14. März 1945. Damit verlor die Stadt Orsoy ihr letztes Stadttor.cite-ref-geschichte-16-0[16]
Geschichte seit 1945
Ab 1956 lebte in Orsoy der Raketenkonstrukteur Berthold Seliger. Er besaĂ in Orsoy eine Mopedwerkstatt und baute hier auch die Raketen, die er von 1962 bis 1964 im Wattengebiet von Cuxhaven startete. Von 1961 bis 1972 hatte der General a. D. und ehemalige wehrpolitische Berater der FDP Gerhard Graf von Schwerin in Orsoy am Rheindamm einen Zweitwohnsitz.
Die einstmals florierende Tabakverarbeitung ist nicht mehr existent. Eine groĂe ehemalige Tabakfabrik am SĂźdwall wurde in den 1990ern zu Wohnraum umgebaut. Die wichtigsten Nahversorgungseinrichtungen sind Ăźber die Jahre in Orsoy erhalten geblieben. Es gibt eine Grundschule, zwei Kindergärten, mehrere Ărzte, eine Bäckerei, eine Sparkasse sowie diverse kleinere Läden. Das Gastronomieangebot profitiert von den Wochenendgästen.
Ein ehemaliges Krankenhaus (Marienhospital mit geriatrischem Schwerpunkt) wurde geschlossen. Es diente bis September 2015 als geriatrische Rehabilitationseinrichtung und wurde anschlieĂend als zentrale Unterbringungseinrichtung zur Bewältigung der FlĂźchtlingskrise in Deutschland 2015/2016 genutzt.cite-ref-17[17] Im März 2024 gab die Bezirksregierung DĂźsseldorf bekannt, dass entgegen der vorherigen Pläne die ZUE 2025 zu schlieĂen und das Gelände anders zu verwenden, die Einrichtung bis 2033 erhalten bleiben wird. Auf die AnkĂźndung dieser Entscheidung bei einer BĂźrgerstunde reagierten die anwesenden Orsoyer mit scharfer Kritik. Die BevĂślkerung beklagte sich Ăźber ein allgemeines GefĂźhl der Unsicherheit im Stadtbezirk und kritisierte verschiedene Straftaten, die mit Einwohnern der ZUE in Verbindung gebracht wurden. Auch eine âChaos-Fahrtâ bei der ein Fahrzeug in Moers gestohlen worden ist und auf dem Weg Ăźber Baerl nach Orsoy mehrere Fahrzeuge, sowie Verkehrsschilder und Bäume in einem mittleren fĂźnfstelligen Bereich beschädigte, wurde aufgrund von Hinweise mit zwei Einwohnern der Einrichtung in Verbindung gebracht.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]
Am 28. Juli 2007 geriet eine 21-jährige Frau bei einer Autofahrt in einen Streit mit ihren mitfahrenden Expartner. Hierbei verlor sie die Kontrolle ßber das Fahrzeug, raste in den Fährmannbrunnen auf dem Marktplatz von Orsoy und beschädigte diesen schwer. Dies war der zweite Unfall am Brunnen, nachdem zuvor bereits ein Kran diesen bei Sanierungsarbeiten an der evangelischen Kirche beschädigt hatte. Der Brunnen wurde von seinem ursprßnglichen Kßnstler Nikolaus Knupfer restauriert und steht bis heute an seinem ursprßnglichen Ort.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]
Eingemeindungen
Nachdem die Landesregierung das Landesplanungsgesetz verabschiedet hatte, wurde am 16. Februar 1967 den Städten Orsoy und Rheinberg, sowie den Gemeinden Borth, Budberg und Orsoy-Land durch den Oberkreisdirektor HĂźbner der Vorschlag gemacht, das Amt Rheinberg zu grĂźnden. Dieses sollte den Ămtern Alpen-Veen und Sonsbeck ähneln. Dieser Vorschlag wurde von allen beteiligten Kommunen abgelehnt, sogar von Rheinberg selbst, welches sich lediglich fĂźr einen Anschluss von Ossenberg und Orsoy-Land interessierte.
Die Stadt Orsoy stellte im Jahr 1967 ihren Plan fßr die kommunale Neugliederung vor. Dieser Plan sah vor, Orsoy als Stadt zu erhalten und Budberg, Orsoy-Land und die Rheinkamper Gemeindeteile Binsheim und Lohheide nach Orsoy einzugemeinden. Dieser Plan wurde von allen anderen Beteiligten abgelehnt. In Budberg bevorzugten der Rat und der Bßrgermeister eine Eingliederung nach Orsoy oder den Erhalt der Eigenständigkeit. Die BevÜlkerung bevorzugte wiederum eine Eingemeindung nach Rheinberg.
1968 fragte der Rheinberger Stadtdirektor die Orsoyer, Budberger, Borther an, um Ăźber einen Zusammenschluss mit Rheinberg zu verhandeln.
1969 gaben die Stadt Orsoy und die Gemeinde Budberg den Eingemeindungsplänen zu Rheinberg nach, nachdem das Landesinnenministerium mit Sondierungsgesprächen auf diese Druck ausßbte.cite-ref-neugliederung-2-1[2]
Am 1. Januar 1972 wurde die damals kleinste Gemeinde Nordrhein-Westfalens, Orsoy-Land in die Stadt Rheinberg eingegliedert.cite-ref-neugliederung-2-2[2] Die Stadt Orsoy kam am 1. Januar 1975 hinzu.cite-ref-23[23] Gleichzeitig wurde die Stadt Rheinberg in den neu zugeschnittenen Kreis Wesel eingegliedert.
Politik
Wappen, Siegel und Flagge/Banner
Die Stadt Orsoy fßhrte bis zu ihrer Eingemeindung ein Wappen, ein Siegel sowie eine Flagge (Banner).cite-ref-wappenflaggen-26-0[26] Das Stadtwappen wurde amtlich im Jahr 1958 bestätigt.cite-ref-27[27] Zur selben Zeit dßrften auch die anderen Hoheitszeichen genehmigt worden sein. Der Urheber der modernen Hoheitszeichen ist nicht bekannt. Das erste Stadtsiegel von Orsoy aus dem 13. Jahrhundert wurde jedoch vermutlich von demselben Siegelschneider entworfen, welcher auch fßr das Stadtsiegel Bßderichs und Dinslakens verantwortlich war.cite-ref-geschichte-16-1[16]
Wappen
Blasonierung: âDas Wappen zeigt in einem grĂźnen Feld Ăźber einer silbernen Zinnenmauer mit Torturm und geschlossenem roten Tor drei schwebende, 2:1 gestellte silberne PferdekĂśpfeâ.
Bedeutung: Es handelt sich hier um ein sogenanntes âredendes Wappenâ â die Pferde in der Aue = Orsoy. Die Stadtmauer steht fĂźr die Stadt Orsoy, die die Stadtrechte bereits im 13. Jahrhundert erhielt. Das Wappen findet seine Grundlage im ältesten, bekannten Stadtsiegel aus dem Jahre 1285.cite-ref-geschichte-16-2[16]cite-ref-wappenflaggen-26-1[26]
Siegel
Das zuletzt verwendete Siegel der Stadt Orsoy grundiert auf dem ältesten bekanntem, groĂem Stadtsiegel Orsoys. Dieses hängt an der ältesten bekannten Urkunde vom 27. Februar 1285, welche Orsoy zum ersten Mal als Stadt bezeichnet. Jenes Siegel zeigte bereits die Stadtmauer mit Tor und PferdekĂśpfen. Zusätzlich hierzu war das damalige Siegel noch mit dem lateinischen Schriftzug: âSIGILL(um) BURGENSIUM OPIDI IN URSSOGEâ umrundet, was Ăźbersetzt bedeutet: âSiegel der BĂźrger der Stadt in Orsoyâ
Ab dem 14. Jahrhundert verwendete man dann vor allem ein kleines Siegel, welches lediglich die drei PferdekĂśpfe zeigte und in den meisten Fällen einen umrundenden Schriftzug hatte. Das groĂe Stadtsiegel mit Mauer und Tor wurde nur selten und später zunächst gar nicht mehr verwendet. Erst seit Beginn des 20 Jhr. wurde das groĂe Stadtsiegel erneut genutzt, bspw. auf Notgeldscheinen, diesmal mit dem lateinischen Schriftzug âSIGILLUM OPPIDI ORSOYENSISâ, was wiederum Ăźbersetzt bedeutet: âSiegel der Stadt Orsoyâ. Seit der erneuten Bestätigung im Jahr 1958 trug das Siegel den Schriftzug âStadt Orsoyâ. Neben dem regulären Siegel fĂźhrte die Stadt des Weiteren ein sogenanntes Gegensiegel, eine Rarität, welche zumeist lediglich von GroĂstädten verwendet worden ist. Das Gegensiegel zeigte einen nach vorne gerichteten einzelnen Pferdekopf und war umrundet mit dem Schriftzug âGegensiegel der Stadt Orsoyâ.cite-ref-geschichte-16-3[16]cite-ref-wappenflaggen-26-2[26]
Flagge/Banner
Die Flagge der Stadt Orsoy ist in grĂźn-weiĂen Tuchbahnen gestreift. Als Banner etwas oberhalb der Mitte mit dem Wappen versehencite-ref-wappenflaggen-26-3[26], als Flagge mittig mit dem Wappen versehen. Heute wird die Flagge manchmal zu Wahlen oder Feiertagen vor dem alten Rathaus in Orsoy gehisst. Abgesehen hiervon wird sie vor allem alle zwei Jahre beim SchĂźtzenfest verwendet.cite-ref-28[28]
BĂźrgermeister
Seit dem 15. Jahrhundert sind die Namen von einigen Orsoyer BĂźrgermeistern bekannt.cite-ref-geschichte-16-4[16]cite-ref-0-29-0[29]
⢠1430 Herman Boterman
⢠1552 Johann Schurmann
⢠1596, 1597, 1600 Hubert Valck
⢠1609 Hermann Jeger
⢠1610, 1611 (und Üfter) Johann Erkenswick
⢠1611 (Hermann?) Huessen
⢠1616 (Derick?) von Hausen
⢠1618 Heinrich van Hoen
⢠1619, 1625, 1633 Dietrich Moll (Derk Mollen)
⢠1625 Arnold von Vierbaum (Arnt van Vierbom)
⢠1633 (und Üfter) Dietrich von Hausen
⢠1638 Wessel von Lohn
⢠um 1650 Tilman Bodtbänder (Bobender)
⢠1652, 1653, 1656, 1661, 1665, 1666, 1685 Peter Erckenswick
⢠1658, 1659 Peter Vorstman
⢠1661, Anthon von Bedbur (van Bebber)
⢠vor 1675 Anthonius Struck
⢠1674, um 1680â81, 1689 Thomas ter Stegen
⢠zwischen 1680â90(?) Breymann
⢠um 1688â91 Hermann Hasselt
⢠1688, 1698, 1703, 1710, 1716, wohl bis 1721 Sebastian Erckenswyck (Sebastian Erkenswick)cite-ref-alt-orsoy-30-0[30]
⢠1709, â1715 Hermann Dietrich Olimart (abgesetzt)
⢠1724, 1729, 1730, 1732, (wohl 1721â1731) Peter Erckenswyck (Peter Erkenswick)cite-ref-alt-orsoy-30-1[30]
⢠1739, 1740, 1749, 1750, (wohl 1730â1751) Gerhard PlĂśnis
⢠1744 Johann Wilhelm Noot (-1770 2. Bßrgermeister?)
⢠1751â1764, (oder 1753 â 1766) Gisbert Janssen
⢠1764â1779 Johann Friedrich Haentje(n)s
⢠1764â1777 Jakob Beyer (2. BĂźrgermeister)
⢠1780â1785 (-1794?) C. Haentje(n)s
⢠1780â1785 (-1794?) J. H. Keller (2. BĂźrgermeister)
⢠1797â1822 Peter Huissen (HĂźssen)
⢠1822â1851 Friedrich Wilhelm Daubenspeck (In Personalunion mit der Stadt Homberg)
⢠zeitweise ab 1826 Peter Hßssen jun. (unter Daubenspreck)
⢠1851â1855 ? von Renesse (am 1. April 1855 abgesetzt)
⢠1855â1860 ? von Uttenhoven
⢠1860â1882 Ernst Varenkamp
⢠1883â1896 Ernst Pothoff
⢠1897â1901 Emil Vogel
⢠1901â1913 Hermann GrĂźneberg
⢠1913â1918 August HĂśbusch
⢠1919â1931 ? Dr. MĂźnter (Z)
⢠1931â1933 Friedrich Sonnen
⢠1933â1945 Heinz Stienen (NSDAP)
⢠1945 Wilhelm Kleine, Wilhelm Trompetter
⢠1946â1947 Heinrich Surkamp (CDU)
⢠1949â1956 Hubert Scholten (CDU)
⢠1956â1969 Max Schäfer (SPD)
⢠1969â1974 Alexander F. Overlack (CDU)
Stadtdirektor
Von 1947 bis 1974 wurde die Stadt von einem Stadtdirektor verwaltet. Der Bßrgermeister hatte in jener Zeit vor allem repräsentative Aufgaben. Durch die in Personalunion gefßhrte Verwaltung von Orsoy-Land und Orsoy war der Orsoyer Stadtdirektor parallel auch der Gemeindedirektor von Orsoy-Land.
⢠1947â1974 Walter Knappmanncite-ref-geschichte-16-5[16]
⢠1974 Wilhelm Bauhaus (kommissarisch)cite-ref-geschichte-16-6[16]
Ortsvorsteher
Seit der Eingemeindung der Stadt Orsoy wird der Stadtbezirk durch Ortsvorsteher repräsentiert.
⢠1984â1999 Marga Schäfercite-ref-31[31]
⢠?â2014 Karin Simoncite-ref-32[32]
⢠2014â2020 Heide Mischkecite-ref-33[33]
⢠seit 2020 Karin Karlcite-ref-34[34]
Bauwerke
⢠Pulverturm (MĂźhlenturm) â der im Volksmund Pulverturm genannte 18 Meter hohe Eckturm der alten Stadtmauer ist um 1550 erbaut worden (Wandstärke bis zu 2 Meter). Seit dem 17. Jahrhundert diente er bis 1865 als MĂźhlenturm fĂźr eine WindmĂźhle. Teile der restaurierten Stadtmauer grenzen direkt an den Turm, d. h. der Pulverturm war der einzige der vier EcktĂźrme, der direkt in die Stadtmauer integriert war.
⢠Stadtmauer â erste Ringmauer um 1438 entstanden. HĂśhe bis zu 8 Meter (Stärke 1,25 Meter), in der maximalen Ausbaustufe waren bis zu elf TĂźrme sowie vier Stadttore an der Mauer vorhanden. Die Stadtmauer ist etwa zur Hälfte erhalten und wurde 1974â1976 restauriert.
⢠Ehemalige Katholische St.-Nikolaus-Kirche (dreischiffige neugotische Hallenkirche), 1843 bis 1847 erbaut, schwer beschädigt im März 1945 und ohne Turmhelm wieder aufgebaut im Jahre 1951. Endgßltige Restaurierung erfolgte von 1971 bis 1974. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges im März 1945 wurde der Turm der Kirche durch Beschuss von der anderen Rheinseite zerstÜrt. Die deutschen Einheiten der Wehrmacht vermuteten eine Nutzung des Turmes durch vorrßckende Artilleriebeobachter und Funker der US-Army. Am 14. Oktober 2023 wurde die ehemalige Kirche durch den Weihbischof Rolf Lohmann entweiht und soll zukßnftlich als Wohngebäude genutzt werden.cite-ref-kircheleben-35-0[35]
⢠Evangelische Kirche Orsoy bzw. seit 2023 Ăkumenische Nikolaus-Kirche Orsoy, um 1450 als Um- und Erweiterungsbau einer älteren Anlage entstanden. Stufenhallenkirche als Backsteinbau im spätgotischen Stil. UrsprĂźnglich dem St. Nikolaus geweiht, wird die Kirche unter niederländischer Besetzung 1632 den Reformierten zugewiesen und ist seitdem protestantisches Gotteshaus. Sehenswert: älteste evangelische Kanzel am Niederrhein (1551). AuĂerdem bedeutsam ist der altniederländische Hochaltar von Colijn de Coter, der der rĂśmisch-katholischen Kirchengemeinden gehĂśrt und sich seit der Ăśkumenischen Verwendung des Gebäudes dauerhaft in der evangelischen Kirche befindet. Umfangreiche SanierungsmaĂnahmen zwischen FrĂźhjahr 2010 und Herbst 2012. WiedererĂśffnung am 16. Dezember 2012. Seit der Entweihung des katholischen Kirchengebäudes 2023 wird das Gebäude Ăśkumenisch sowohl durch die evangelische als auch die katholische Kirchengemeinde Orsoys verwendet.cite-ref-kircheleben-35-1[35]
⢠Ehemalige Synagoge â die Jahrzehnte Ăźberdauert hat auch die ehemalige Synagoge auf der Seilerbahn. Im Jahre 1866 erbaute die Orsoyer jĂźdische Gemeinde diese Synagoge mit Schulhaus. Sie hat das Dritte Reich â und damit die Novemberpogrome â wahrscheinlich nur deshalb Ăźberstanden, weil sie bereits 1938 als Wohnhaus diente. Die Wohnnutzung besteht bis heute.
⢠Ehemalige Akzise-Wegezollstelle der Stadt Orsoy am Hafendamm (Nähe Egertor). Erbaut Anfang des 18. Jahrhunderts (um 1710). Das Gebäude wurde 1980 (durch private Spendengelder) von Grund auf vorbildlich restauriert.
⢠Rathaus, nach der vollständigen ZerstÜrung Orsoys durch die Spanier 1586 wird auch das Orsoyer Rathaus um 1600 neu aufgebaut. Im Gebäude befindet sich noch eine begehbare alte Gefängniszelle.
⢠Ehemalige Tabakfabrik (am SĂźdwall) â nach Kriegsende jahrzehntelang Ruine und inoffizieller Abenteuerspielplatz. Wurde in den 1990ern aufwändig saniert und zu Wohnraum umgebaut.
⢠An der Rheinpromenade verfĂźgt Orsoy Ăźber einen eigenen Schiffsanleger. Während der Sommermonate halten hier regelmäĂig Passagierschiffe (z. B. Riverlady, RheinkĂśnigin) auf dem Weg nach Duisburg oder in Richtung Holland.
⢠Hochwasserschutztor â erbaut im Jahre 1937 im Rahmen der damals durchgefĂźhrten massiven ErhĂśhung und Verstärkung der Rheindeiche am Niederrhein. Das Tor ist in Anlehnung an die historischen Festungstore der Stadt Orsoy gestaltet worden und vermittelt so auch einen Eindruck Ăźber die Dimension einer historischen Toranlage. Die Anlage wurde Ende der 1990er Jahre komplett saniert, auf der Rheinseite befinden sich diverse Hochwasserstandsmarken. Der BĂźrgerschĂźtzenverein Orsoy Ăźbernimmt seit Jahren die ehrenamtliche Pflege dieses charakteristischen Gebäudes; bei Hochwasser wird das Tor durch die Freiwillige Feuerwehr Orsoy verschlossen. In der Nacht vom 9. zum 10. März 2024 wurde das aus Kupfer gefertigte Stadtsiegel vom HolzgerĂźst entfernt und gestohlen.cite-ref-36[36] In der Nacht vom 12. zum 13. April wurden mehrere Tragebalken abgerissen oder beschädigt.cite-ref-37[37]
⢠In der Nähe von Orsoy ßberquert eine zweikreisige 380-kV-Leitung den Rhein an zwei je 105 Meter hohen Freileitungsmasten; die Spannweite zwischen den beiden Masten beträgt 545 Meter.
⢠Der historische Hafen Orsoy am Nordwall war bis 1936 ein Teil des Stadtgrabens am Kastells-Bollwerk auf dem Gelände des heutigen Spielplatzes der Grundschule. Das Hafenbecken wurde während der DeicherhÜhung verfßllt.
⢠NÜrdlich des Ortes liegt der Rheinhafen Orsoy der NIAG.
ZerstĂśrte oder abgerissene Bauwerke
⢠Kuhtor â das letzte von vier Stadttoren Orsoys. Erbaut im 14. Jahrhundert, zerstĂśrt am 14. März 1945.
⢠Rheintor â das vorletzte von vier Stadttoren Orsoys. Erbaut im 14. Jahrhundert, schwer beschädigt und abgerissen im Jahr 1880.
⢠Blauer Turm â einer der vier EcktĂźrme der Stadtbefestigung Orsoys. Errichtet spätestens 1550, zerstĂśrt frĂźhstens im Jahr 1672 oder später.
⢠Rheinturm â einer der vier EcktĂźrme der Stadtbefestigung Orsoys. Errichtet spätestens 1550, zerstĂśrt im Jahr 1672.
Sport
Bereits am 1. April 1919 wurde der Orsoyer Sportverein SV Orsoy gegrĂźndet und ins Vereinsregister aufgenommen. Der Verein entstand aus verschiedenen versprengten Gruppen, die seit ca. 1910 aktiv FuĂball spielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein 1946 wiederbelebt und später um weitere Sportarten erweitert.cite-ref-38[38]
Kultur
Der Hauptträger des lokalen Brauchtums ist der BĂźrgerschĂźtzenverein Orsoy von 1551 e. V. Der Verein mit circa 550 Mitgliedern ist in vier Kompanien aufgeteilt: drei Herrenkompanien und eine Frauenkompanie. Seit 2022 dĂźrfen zum ersten Mal in der fast 500-jährigen Vereinsgeschichte Frauen am KĂśnigsschieĂen teilnehmen.cite-ref-39[39] Der Verein veranstaltet alle zwei Jahre ein viertägiges SchĂźtzenfest. In Zusammenarbeit mit anderen lokalen Vereinen engagiert sich der SchĂźtzenverein auch anderweitig. So wurden in der Vergangenheit ein Weihnachtsmarkt, ein Oktoberfest sowie ein Osterfeuer mit Ostereiersuche durch den Verein organisiert. 2020 erregte der Verein Ăźberregionale Aufmerksamkeit, als er gemeinsam mit anderen Vereinen ein Perspektivpapier âOrsoy 2040â verĂśffentlichte. Dieses prangerte an, dass sich die Rheinberger Politik vor allem auf den Stadtbezirk Rheinberg fokussiert, während die anderen Stadtbezirke Orsoy, Budberg sowie Borth und deren Ortsteile ignoriert werden. Das Papier stellte klare Vorschläge zur Verbesserung der Situation in ganz Rheinberg vor, passend zu der damals bevorstehenden Kommunalwahl.cite-ref-40[40]cite-ref-41[41]cite-ref-42[42]
Hochwasserschutz
Der Raum Orsoy ist durch die hÜchsten Flussdeiche Europas gegen Rheinhochwasser geschßtzt. Die Verantwortung trägt der Deichverband Orsoy. Leiter des Deichverbandes ist der Deichgräf.
Die Bedeutung des Orsoyer Rheinbogens fßr die Tier- und Pflanzenwelt kommt durch die fast vÜllige Unterschutzstellung als Landschaftsschutzgebiet bzw. insbesondere des Rheinvorlandes als Naturschutzgebiet zum Ausdruck. In den ausgekiesten Gebieten des Rheinvorlands wurden Gewässer in Form alter Rheinarme angelegt.
Denkmalschutz
Der gesamte Stadtkern von Orsoy und die dazugehÜrige Festungsanlage wurde am 23. Juni 1983 unter der Nummer 1 in die Liste der Baudenkmäler in Rheinberg eingetragen. Des Weiteren sind eine Vielzahl von Gebäuden und Wohnhäusern gesondert denkmalgeschßtzt.
PersĂśnlichkeiten
EhrenbĂźrger
⢠Otto von Bismarck (1815â1898), Reichskanzler; EhrenbĂźrger im Jahr 1895
⢠Dietrich Horn (1838â1906), Pädagoge und Rektor der Evangelischen Präparandenanstalt; EhrenbĂźrger am 1. Oktober 1905cite-ref-orsoy-43-0[43]
⢠Gerhard Bierhaus (1865â1934), Tabakfabrikant; EhrenbĂźrger am 5. Mai 1925cite-ref-orsoy-43-1[43]
SĂśhne und TĂśchter
⢠Aletta Haniel (1742â1815), deutsche Unternehmerin und Mutter von Franz Haniel
⢠Johann Peter Brinckmann (1746â1785), deutscher Mediziner
⢠Johann Karl Gerhard Keller (1798â1873), evangelischer Pfarrer und preuĂischer Abgeordneter
⢠Friedrich Horn, genannt Fritz Horn, (1875â1957), evangelischer Theologe, Präses der Rheinischen Provinzialsynode
⢠Johannes Theodor Horn (1882â1967), reformierter Theologe, Kirchenpräsident der Provinz Hannover
⢠Friedel Hoefer (1883â1960), Porträt- und Landschaftsmalerin
⢠Johannes Stein (1896â1967), Mediziner und Hochschullehrer
⢠Max Friedemann, genannt Mäcki (1905â1986), deutsch-jĂźdischer kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Interbrigadist, Kämpfer in der RĂŠsistance, Mitglied der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK), Betriebsleiter des VEB Stahl- und Walzwerke Riesa und Handelsrat in Peking
⢠Heinrich Meyers (1938â2000), Lehrer, Politiker (CDU) und Abgeordneter zum Landtag Nordrhein-Westfalens
⢠Berthold Seliger (* 1960), Konzertveranstalter, Autor und Publizist
⢠Heinrich Tiefenbach (1944â2021), Mediävist, Linguist, Namensforscher und Professor fĂźr Philologie am Institut fĂźr Germanistik der Universität Regensburg
⢠Claus Lufen (* 1966), Fernsehmoderator und Sportreporter
Literatur
⢠Martin Zeiller: Orsoy. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Westphaliae (= Topographia Germaniae. Band 8). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1647, S. 89 (Volltext [Wikisource]).
⢠Heinz van de Linde: Die unendlich lange EgerstraĂe. Erinnerungen an die kleine Stadt Orsoy. Books on Demand, 2005, ISBN 3-8334-3838-X.
⢠Dieter Kastner: Rheinischer Städteatlas Lfg. IX. Nr. 51. Orsoy. Habelt, R. 1989, ISBN 3-7927-1048-X.
⢠Heinz Janssen: Orsoy in alten Ansichten. Verlag Europäische Bibliothek Zaltbommel (Niederlande) 1985, ISBN 90-288-3128-2 / CIP.
⢠Dieter Kastner, Gerhard KÜhnen: Orsoy. Geschichte einer kleinen Stadt. Braun, Duisburg 1981, ISBN 3-87096-160-0.
⢠Otto Ottsen: Alt-Orsoy. Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Amtes (der Drostei) Orsoy. Steiger, Moers 1980, ISBN 3-921564-16-6 (Repr. d. Aus. Orsoy 1934).
⢠Gerhard KÜhnen: Chronik der Gemeinde Budberg, Kreis Moers. Gemeindeverwaltung, Budberg 1971.
⢠Karl Heck: Geschichte der Stadt und Festung Orsoy am Niederrhein. Typoskript (Stadtarchiv Rheinberg), Essen 1944.
⢠Gottfried B. Mertens: Geschichte der Stadt Orsoy und ihrer Umgebung nebst geschichtlichen Urkunden. Wallmann, Leipzig 1921.
⢠Emil Stein: Geschichtliches ßber die evangelisch-reformierte Gemeinde Orsoy. Spaarmann, Moers 1893.
⢠Johann H. Schßrmann: Altes und Neues aus Orsoy. Selbstverlag, Orsoy 1849.
Weblinks
Commons
: Orsoy
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Initiative zur Erhaltung historischer Gebäude in Orsoy
⢠Informationen Ăźber die Menschen, die Geschichte, Vereine, Handwerk usw. des niederrheinischen Ărtchens Orsoy.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Die "Ărschauer Plattsprääkers" der VHS - Rheinberg, Ortsring Orsoy vertreten durch Karl-Heinz Windschuh: Op Klompe tĂśsche de Pompe - Mundartliches aus Orsoy und Umgebung . Mit Zeichnungen von Wilhelm Sonderkamp. Hrsg.: Stadt Rheinberg - Der Stadtdirektor - Stadtarchiv. 2. Auflage. Rheinberg 1991, S. 3.
cite-note-neugliederung-22. â 25 Jahre Kommunale Neugliederung in Rheinberg. (PDF) In: rheinberg.de. Abgerufen am 18. August 2022.
cite-note-33. â Hauptsatzung der Stadt Rheinberg. (PDF) In: rheinberg.de. Stadt Rheinberg, 29. Juni 2017, abgerufen am 14. Mai 2023.
cite-note-44. â Karl-Heinz Hohmann: Stadt Orsoy Landkreis Moers. In: Rheinischer Verein fĂźr Denkmalpflege und Heimatschutz (Hrsg.): Rheinische Kunststätten. Heft 6/1969: Stadt Orsoy. Gesellschaft fĂźr Buchdruckerei AG, Neuss NiederstraĂe 46 September 1969.
cite-note-55. â Kurt BĂśhner: Die fränkischen Gräber von Orsoy, Kreis MĂśrs. Bonner JahrbĂźcher 149, 1949, S. 146â196; Jochen Giesler: FrĂźhmittelalterliche Funde aus Niederkassel, Rhein-Sieg-Kreis. Bonner JahrbĂźcher 183, 1983, S. 475â590, hier: S. 513 ff. mit Abb. 20; Frank Siegmund: Merowingerzeit am Niederrhein. Rheinische Ausgrabungen 34. Rheinland-Verlag 34, KĂśln 1998, ISBN 3-7927-1247-4, S. 85 und 348â355, Taf. 128â137.
cite-note-66. â Vgl. Kastner, 28f.
cite-note-77. â Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch fĂźr die Geschichte des Niederrheins, 1. Band, SchĂśnianâsche Buchhandlung, DĂźsseldorf 1840, Urkunde 333, S. [238]222ff. (Digitalisat Universitäts- und Landesbibliothek Bonn).
cite-note-88. â Theodor Joseph Lacomblet: Urkundenbuch fĂźr die Geschichte des Niederrheins, 3. Band. Schaubâsche Buchhandlung, DĂźsseldorf 1853, Urkunde 447, S. [380]360 (Digitalisat Universitäts- und Landesbibliothek Bonn).
cite-note-99. â GenWiki: Kanton Rheinberg
cite-note-1010. â Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks DĂźsseldorf, BĂźrgermeisterei Orsoy. 1836, S. 104, abgerufen am 11. November 2022 (Digitalisat).
cite-note-1111. â Amtsblatt der Regierung DĂźsseldorf 1859, S. 337
cite-note-1212. â Otto v. MĂźlmann: Statistik des Regierungsbezirks DĂźsseldorf , 1867, S. 1004
cite-note-1313. â Die Gemeinden und Gutsbezirke der Rheinprovinz (1874)
cite-note-1414. â siehe Foto auf orsoy.net: Acht Stolpersteine fĂźr Orsoy
cite-note-1515. â Charles B. MacDonald: U.S. Army in World War II: The Last Offensive, S. 178 (online).
cite-note-geschichte-1616. â Dieter Kastner: Orsoy Geschichte e. kleinen Stadt. Duisburg 1981, ISBN 3-87096-160-0.
cite-note-1717. â siehe auch: Uwe Plien: 1 Dorf, 4000 Einwohner, 500 FlĂźchtlinge. RP Online, 14. November 2015, abgerufen am 1. November 2021.
cite-note-1818. â Uwe Plien: Von Moers Ăźber Baerl nach Rheinberg: Unfallserie auf Chaos-Fahrt in gestohlenem VW Crafter. 5. März 2024, abgerufen am 27. März 2024.
cite-note-1919. â Uwe Plien: BĂźrgersprechstunde in der Orsoyer Kirche: FlĂźchtlinge bleiben bis 2033 in Orsoy. 15. März 2024, abgerufen am 27. März 2024.
cite-note-2020. â Uwe Plien: FlĂźchtlingsunterkunft in Rheinberg: So geht es mit der ZUE in Orsoy weiter. 18. März 2024, abgerufen am 27. März 2024.
cite-note-2121. â RP ONLINE: Xanten: Fährmannbrunnen â KĂźnstler Knupfer kommt. 8. August 2007, abgerufen am 29. Februar 2024.
cite-note-2222. â RP ONLINE: Rheinberg: Damit es kein Flickwerk wird. 13. August 2007, abgerufen am 29. Februar 2024.
cite-note-2323. â Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂźr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂźsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 296 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
cite-note-2424. â Uwe Plien: Debatte in Rheinberg: Eine Dorf-Konferenz fĂźr mehr Zusammenhalt. 6. September 2019, abgerufen am 18. August 2022.
cite-note-2525. â Uwe Plien: Sommertour des Landtagsabgeordneten RenĂŠ Schneider: Auf alten Wegen in Orsoys Zukunft. 10. August 2021, abgerufen am 18. August 2022.
cite-note-wappenflaggen-2626. â Hermann Habben: Wappen, Siegel und Flaggen im Kreise Moers. Hrsg.: Verlag Sattler & Koss. Rheinberg 1962.
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cite-note-0-2929. â Findbuch Stadt Orsoy. In: rheinberg.de. Stadtarchiv Rheinberg, 28. Juni 2019, abgerufen am 6. Dezember 2023.
cite-note-alt-orsoy-3030. â Otto Ottsen: Alt-Orsoy: Beiträge zu der Geschichte der Stadt und des Amtes (der Drostei) Orsoy. Unveränderter Nachdruck der 1. Auflage. Steiger, Moers 1980, ISBN 3-921564-16-6 (Erstausgabe: 1934).
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cite-note-3333. â Uwe Plien: Nachruf: Orsoyer Ortsvorsteherin Heide Mischke gestorben. 7. Oktober 2020, abgerufen am 29. Juli 2022.
cite-note-3434. â Uwe Plien: Wahl im Rheinberger Rat: Vier Damen fĂźr die Ortsteile. 4. November 2020, abgerufen am 29. Juli 2022.
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cite-note-3636. â Uwe Plien: Polizei bittet BevĂślkerung um Hinweise: Unbekannte stehlen das Orsoyer Stadtwappen vom Rheintor. 10. März 2024, abgerufen am 10. März 2024.
cite-note-3737. â Sabine Hannemann: BSV Orsoy stellen Beschädigungen am Rheintor fest: Frau Hauptmann fĂźhrt die Kompanie an. 14. April 2024, abgerufen am 14. April 2024.
cite-note-3838. â S. V. Orsoy: 100 Jahre SV Orsoy 1919 e. V. In: SV Orsoy. 15. März 2019, abgerufen am 8. Juli 2023 (deutsch).
cite-note-3939. â Bernfried Paus: Traditionsverein in Rheinberg: SchĂźtzen in Orsoy offen fĂźr Frauen. 28. September 2022, abgerufen am 20. Februar 2024.
cite-note-4040. â Sassan Dastkutah: Diskussion um Rheinbergs Stadtteilentwicklung: Orsoyer stellen Weichen fĂźr die Zukunft. 3. September 2020, abgerufen am 20. Februar 2024.
cite-note-4141. â BSV-Orsoy â BĂźrgerschĂźtzenverein Orsoy von 1551 e. V. Abgerufen am 20. Februar 2024 (deutsch).
cite-note-4242. â Livestream von Orsoy 2040 02.09.2040 Evangelische Kirche Orsoy. Abgerufen am 20. Februar 2024 (deutsch).
cite-note-orsoy-4343. â Orsoy in alten Ansichten Band 2 (Auszug) (Memento des Originals vom 18. Februar 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.europese-bibliotheek.nl, abgerufen am 17. Februar 2019